Weniger Reize. Mehr Raum zum Entdecken.
Wer schon einmal an einer unserer Ausstellungen war, weiss: Eine BriXpo kann ziemlich viel auf einmal sein.
Menschen unterhalten sich, Kinder entdecken etwas und rufen ihre Eltern herbei, Züge fahren durch riesige Anlagen, irgendwo bewegt sich etwas, an anderer Stelle blinkt ein Licht. Dazu kommen viele Menschen, Farben, Modelle und Eindrücke.
Für viele Besucherinnen und Besucher gehört genau das zu einem gelungenen Ausstellungstag.
Für andere kann es irgendwann einfach zu viel werden.
Und genau deshalb gibt es bei uns die Stille Stunde.
Die Idee dahinter ist eigentlich ziemlich simpel.
Während der Stillen Stunde begrenzen wir die Anzahl Menschen in der Ausstellung deutlich. Musik bleibt aus. Unnötige Geräusche versuchen wir zu vermeiden und auf blinkende oder besonders intensive Lichteffekte verzichten wir soweit möglich.
Was wir hingegen nicht reduzieren, ist die Ausstellung.
Die Modelle sind da. Unsere Ausstellerinnen und Aussteller sind da. Die Eisenbahnen dürfen fahren und es gibt genauso viel zu entdecken wie später am Tag.
Nur eben mit weniger Menschen, weniger Lärm und etwas mehr Raum.
Auf diese Frage könnten wir jetzt anfangen, eine Liste zu schreiben.
Menschen aus dem Autismus-Spektrum. Menschen mit ADHS. Menschen mit erhöhter Reizempfindlichkeit. Kinder oder Erwachsene, die mit grossen Menschenmengen Mühe haben.
Wir könnten diese Liste ziemlich lange fortsetzen.
Wir möchten es aber bewusst nicht.
Denn am Eingang zur Stillen Stunde muss niemand erklären, weshalb er oder sie hier ist. Es braucht keine Diagnose und keinen Nachweis. Und natürlich muss auch niemand einen Gehörschutz tragen.
Wer eine ruhigere Umgebung braucht oder sich darin schlicht wohler fühlt, ist willkommen.
Das genügt uns.
Wir wissen natürlich, dass wir mit einer Stillen Stunde nicht plötzlich alle Barrieren beseitigen.
Eine Veranstaltung in bestehenden Gebäuden bringt Grenzen mit sich. Menschen haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse und was einer Person hilft, kann für eine andere völlig irrelevant sein.
Wir werden deshalb auch nicht behaupten, mit einer Stunde am Sonntagmorgen sei das Thema Inklusion für uns erledigt.
Aber vielleicht muss auch nicht jede Massnahme perfekt sein, bevor man damit anfängt.
Manchmal kann man mit erstaunlich wenig schon etwas verändern.
Weniger Menschen. Keine Musik. Weniger unnötige Reize. Etwas mehr Platz.
Und plötzlich kann jemand eine Ausstellung geniessen, für den ein normaler Besuch vielleicht schwierig gewesen wäre.
Dann hat sich diese eine Stunde bereits gelohnt.
Weil unsere Ausstellungen von Menschen leben.
Von kleinen und grossen LEGO-Fans. Von Familien. Von AFOLs. Von Menschen, die seit Jahrzehnten bauen und solchen, die einfach einmal schauen möchten, was man aus diesen kleinen Steinen alles machen kann.
Wir möchten möglichst vielen davon die Gelegenheit geben, bei uns eine gute Zeit zu haben.
Nicht jeder Mensch braucht dafür die gleichen Bedingungen.
Und das ist völlig in Ordnung.
Every Brick tells a Story.
Vielleicht gilt das für Menschen noch viel mehr.
Wer das einmal ausprobieren möchte, muss übrigens nicht lange warten:
Die nächste Stille Stunde findet an der BriXpo26 am Sonntag, 30. August 2026, von 9 bis 10 Uhr im Zeughaus Uster statt.
Die Anzahl Besucherinnen und Besucher ist bewusst begrenzt. Deshalb empfehlen wir, die Tickets bereits im Vorverkauf zu beziehen.
Ab 10 Uhr öffnet die BriXpo26 regulär für alle Besucherinnen und Besucher.
Weniger Reize. Mehr Raum zum Entdecken.
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